Ablauf

Sollten Sie an einem Termin für ein gegenseitiges Kennenlernen während der psychotherapeutischen Sprechstunde interessiert sein, rufen Sie bitte während unserer Telefonsprechstunde an und melden Sie sich bitte telefonisch an. Eine Anmeldung in unserer Praxis vor Ort ist nicht vorgesehen. Sie können zu Ihrem vereinbarten Termin unsere Praxis betreten ohne zu klingeln. Nehmen Sie im Wartezimmer Platz. Sie werden dort von Ihrer Therapeutin/Ihrem Therapeuten abgeholt. Während der psychotherapeutischen Sprechstunde klären wir, ob ein Verdacht auf ein krankheitswertiges psychisches Problem vorliegt und ob eine Psychotherapie oder ein anderen Hilfsangebot sinnvoll und zweckmäßig ist. Bei akuten Krisen kann eine Akutbehandlung bei einem freien Therapieplatz rasch begonnen werden.

Üblicherweise wird bei einem freien Therapieplatz mit Probesitzungen (Probatorik) begonnen. Während dieser Sitzungen klären wir mit Ihnen zusammen ab, inwieweit die Voraussetzungen für einen Behandlungserfolg der Psychotherapie gegeben sind und welches Setting der Psychotherapie sinnvoll erscheint: Einzelpsychotherapie in Form von einer Kurzzeittherapie oder einer Langzeittherapie, eine Gruppenpsychotherapie oder eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie. Es erfolgt eine Diagnostik und das Erstellen eines Therapieplans. Nach den Probesitzungen beantragen wir zusammen die Kostenübernahme der Psychotherapie durch Ihre Krankenkasse. Üblicherweise wird der Antrag befürwortet. Das bedeutet für Sie, dass dann die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Es findet dann, sofern nicht anders vereinbart, eine Sitzung mit einer Dauer von 50 Minuten einmal in der Woche statt. Am Ende der Therapie findet üblicherweise eine Rezidivprophylaxe statt, um Rückfälle zu vermeiden. Die Gesamtdauer der Therapie richtet sich nach dem Störungsbild und dessen Schweregrad – meistens jedoch zwischen 24 bis 80 Sitzungen, in besonderen Fällen auch länger. Das Ende der Therapie wird von Patient und Therapeut gemeinsam beschlossen. Es wird ein Abschlussgespräch durchgeführt, in dem der Therapieverlauf und die aktuelle Situation des ursprünglichen Problems besprochen werden. Sind sowohl Patient wie auch Therapeut der Überzeugung, dass die Therapie beendet werden kann, findet eine Verabschiedung statt oder es werden Follow-up-Termine für Booster-Sitzungen zum Auffrischen der Therapieinhalte vereinbart.

Wir möchten während der Sitzungen für 50 Minuten unsere volle Aufmerksamkeit und Ruhe demjenigen bieten, der/die gerade einen Termin bei uns hat. Und wir wünschen uns für Sie, dass Sie nicht lange in der Praxis warten brauchen.
Daher bitten wir Sie freundlich, pünktlich zur vollen Stunde oder nicht früher als 10 Minuten vor dem Termin zu kommen.

Bei der Behandlung wird sich nach den derzeitigen Behandlungsstandards (Standards of Care) und medizinischen Leitlinien (z.B. der AWMF) gerichtet.

Gemäß der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses werden als Verhaltenstherapie die Therapieverfahren bezeichnet, die auf Basis der Lern- und Sozialpsychologie entstanden sind. Unter den zentralen und weitgefassten Begriff des Verhaltens fallen beobachtbare Verhaltensweisen sowie Gedanken, Gefühle, motivationale und körperliche/physiologische Vorgänge (vgl. Psychotherapie-Richtlinie). Daraus ergibt sich, dass wir in der Therapie auf vielfältigen Ebenen Ihre Schwierigkeiten behandeln.